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Ordnung mit Karten

Karten-Mischen und Mischpatiencen

Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist,
und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.
Schiller

Ein dafür vorgesehenes Kästchen oder Etui. sind die Behälter, in denen Patiencekarten in der Regel aufbewahrt werden. Fast jeder Patiencespieler gewöhnt sich an, die Karten immer nach der gleichen Art wegzulegen - er entwickelt sich seine eigene Ordnung mit Karten. Manche Spieler stapeln sie nach einem gewonnenen und aufgeräumten Spiel zu Häufchen und stecken sie ungemischt ins Etui zurück. Andere mischen die Karten sogleich, teilen sie nach Augenmaß in 2 gleiche Päckchen und verstauen sie im Kästchen. Wieder andere nehmen nach dem Patiencelegen die Karten zusammen und ordnen das vollständige Patiencespiel zu 2 einfachen von je 52 Karten, indem sie die verschiedenen Rückenfarben beachten. Diese letzte Methode gilt nicht nur für die Aufbewahrung, sie wird auch angewendet, wenn man zwischen Spielen abwechselt, die mit 104 oder mit 52 Karten gelegt werden. Nach der Ordnung der Karten, die Sie für sich ausprobierten und auswählten, richtet es sich, ob Sie beim nächsten Spiel gleich mit dem Auslegen beginnen können - oder ob die Karten erst gemischt werden müssen. Allerdings: Mischen ist immer nötig, entweder direkt nach dem Spiel oder zu Beginn der nächsten Runde, zu anderer Stunde, am anderen Tag. Gutes und gründliches Mischen ist eine wichtige Vorbedingung beim Patiencelegen. Es entsteht dadurch ein wahlloses, unbeeinflußbares Durcheinander der Karten, das vom Spieler gewollt wird, weil er daraus - je nach gewählter Patienceart - die angestrebte Ordnung entwickeln und das Aufgehen erreichen möchte.

Wenn Sie noch keine besondere Mischtechnik für sich gefunden haben, probieren Sie die folgenden Vorschläge einmal durch und wählen sich die aus, die Ihnen am besten gefällt:

·         2 gleich hohe Kartenstapel werden nebeneinander an die Tischkante gelegt, etwas nach vorn zugespitzt und bei blitzschnellem Abblättern ineinandergeschoben. (Diese Technik eignet sich nur für große Karten, kleinere sind dafür schlecht zu handhaben, weil sie verrutschen.)

·         Halten Sie den ganzen Kartenhaufen, hochkant auf den Tisch gestellt, locker in der linken Hand und ziehen Sie mit der rechten Hand von vorn jeweils eine kleine Portion Karten ab und lassen Sie diese kleine Portion wieder vorsichtig in den lockeren Kartenhaufen hineingleiten (Linkshänder verfahren umgekehrt). Diese unkomplizierte Mischart ist sehr gebräuchlich und wird auch von Spielern anderer Kartenspiele bevorzugt.

·         Breiten Sie alle Karten auf dem Tisch aus und wirbeln Sie sie mit beiden Händen behutsam durcheinander. Achten Sie dabei darauf, daß die Karten entweder alle mit der Rückseite oder alle mit der Bildseite nach oben zeigen. Die Abwechslung zwischen Ober- und Unterseite ergäbe ein umständliches Ordnen vor dem Zusammennehmen der Karten zum Kartenhaufen.

·         Eine Mischtechnik, bei der 4 oder 8 Päckchen gebildet werden, dauert etwas länger. Nehmen Sie alle Karten in die eine Hand und ziehen Sie mit der anderen Hand Karte für Karte ab. Die ersten 4 (oder 8) kommen waagerecht in eine Reihe. Darauf werden nacheinander - von links nach rechts - alle folgenden Karten plaziert. Die so entstandenen Päckchen ergeben aufeinandergelegt den gemischten Kartenhaufen.

·         Wenn Ihnen Mischpatiencen gefallen, so finden Sie auf den folgenden Seiten zunächst Groß gegen Klein, die 52 Karten eines einfachen Patiencespiels gründlich durcheinanderbringt. Bei der Mischpatience für 104 Karten wird auf spielerische und interessante Weise ein brauchbares Mischverhältnis erreicht.

 


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