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Farben, Familien

und andere Fachbegriffe

Das Spiel ist das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen.
Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt.
Peter Bamm

Für das Patiencelegen gibt es bestimmte „Handgriffe“, die als Fachausdrücke in den Spielbeschreibungen immer wieder vorkommen. Patiencekennern werden sie weitgehend bekannt sein. Darum wendet sich dieses Kapitel vor allem an Anfänger, die wahrscheinlich häufig hierhin zurückblättern müssen. Sie erleichtern sich das Auffinden und Nachschlagen, wenn Sie diese Seite mit einem kleinen Lesezeichen markieren. Die Reihenfolge der Fachausdrücke wurde so ausgewählt, wie sie nacheinander in einer Spielbeschreibung vorkommen: Auslegen, Hochlegen (Spielziel), Um- und Anlegen im Spielfeld. (Abweichungen von dieser Reihenfolge sind möglich.)

Aufgehen

ist das wichtigste Wort beim Patiencelegen. Eine Patience ist aufgegangen, wenn alle Karten nach der vorgeschriebenen Regel in die vorgeschriebene Ordnung gebracht werden konnten.

Farbe

bezeichnet die 4 verschiedenen Arten der Karten

Auslegen, Auslage

bedeutet die Reihenfolge und Anordnung von Karten, die zum Patiencelegen in der vorgeschriebenen Form auf dem Tisch ausgebreitet werden.

Kartenbild

ist die Gesamtheit der nach Vorschrift ausgelegten Karten.

Talon

wird das Kartenpäckchen mit verdeckten Karten genannt, das übrigbleibt, wenn das vorgeschriebene Kartenbild ausgelegt ist. Mit den Talonkarten wird die Patience weitergespielt. Dabei behält der Spieler die Karten entweder in der Hand oder plaziert sie auf dem Tisch.

Durchnehmen, Umschlagen

heißt, die verdeckten Karten des Talons werden umgedreht und offen auf einen neuen Haufen gelegt.

Haufen, Stoß, Stapel

ist der Kartenstapel mit offenen Karten, nach Durchnehmen des Talons.

Kartenpäckchen, Kartenhäufchen

sind die von allen Karten nach Vorschrift abgeteilten, evtl. abgezählten Karten

Offene,

aufgedeckte

Karten

 

zeigen mit der Bildseite nach oben (Abb. 5).

Verdeckte Karten

sind solche, deren Rückseite nach oben liegt.

Grundkarten

sind die ersten Karten, auf die weitere Karten in aufsteigender oder absteigender Folge aufgebaut werden.

Folgekarten

werden in aufsteigender oder absteigender Folge auf die Grundkarten plaziert.

Hochlegen, nach oben legen

besagt das Auflegen auf die Grundkarten und die schon aufgelegten Folgekarten. Da die Grundkarten meistens über dem Kartenbild angeordnet sind: hochlegen, nach oben legen. Beim Hochlegen gilt im allgemeinen die Regel: Was liegt, das liegt; das heißt, es ist nicht erlaubt, hochgelegte Karten ins Kartenbild zurückzunehmen.

Familie

nennt man die Reihenfolge von Karten einer Farbe, angefangen beim As und endend beim König - oder umgekehrt, angefangen beim König und endend beim As.

Leiter Reihenfolge

umfassen eine Anzahl von Karten, die sich in absteigender oder aufsteigender senkrechter Linie geschuppt aneinanderreihen, entweder in gleicher oder in wechselnder Farbe - wie die Regel der bestimmten Patience es vorschreibt (siehe bei geschuppt).

Flöte

sind Karten, die sich in waagerechter Reihe (nach rechts oder links, ge
schuppt) in absteigender oder aufsteigender Folge aneinanderreihen,
entweder farbgleich oder farbwechselnd (siehe bei geschuppt).

Farbgleich, farbrein

ist die Aufeinanderfolge von Karten in gleicher Farbe - auf Grundkar-ten, in Leitern oder Flöten usw. (Abb. 6).

Farbwechselnd, farbungleich

ist die Aufeinanderfolge von Karten in wechselnder Farbe - auf Grundkarten, in Leitern oder Flöten usw. (Abb. 7).

Auf- und Abbauen

steht für Ordnen in aufsteigender und absteigender Folge.

Aufsteigende Folge

bedeutet die Kartenfolge nach dem Wert der Karten: As, 2, 3,4, 5, 6,7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König (Abb. 8).

Absteigende Folge

bedeutet die Kartenfolge entgegen dem Wert der Karten: König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, As. (Abb. 9).

Springende Folge

heißt die Folge von Karten, die nicht im direkten Wert nacheinander-kommen. Zum Beispiel: As, 3, 5,7,9, Bube, König; 2,4, 6,8,10, Dame. Oder 2, 5, 8, Bube; 3, 6, 9, Dame; 4, 7, 10, König- wie bei der Patience Die Ahnengalerie.

Anlegen

geschieht - senkrecht und waagerecht - auf folgende Weise: Die Karten werden so gelegt, daß die untere (seitliche) Karte die obere (danebenliegende) etwa um die Hälfte bedeckt.

Geschuppt

heißt, daß sich die Karten einander etwa zur Hälfte bedecken. Zum Spiel sind immer nur die Karten frei, die ganz zu sehen sind. Die halbverdeckten Karten dürfen keinesfalls hervorgezogen werden (Abb. 10).

Umlegen

ist das Ordnen von passenden freien Karten nach Vorschrift der gewählten Patience.

Freie Reihe, freie Stelle, freier Platz

sind Reihen oder Plätze, die freigespielt wurden. Je nach Regel der bestimmten Patience dürfen sie mit jeder beliebigen Einzelkarte oder Lei ter - oder nur mit einem König oder einem König mit dazugehöriger Leiter belegt werden. Die Reihenzahl (senkrecht oder waagerecht) und die Platzzahl sind für jede Patience vorgeschrieben und dürfen nicht beliebig vergrößert oder verringert werden (Abb. 11).

 

Hilfskarten

kommen in einigen Patiencen als Einzelkarten oder als Hilfskartenhaufen vor.

Kellerkarten

werden zeitweise dem Spiel entzogen und vorübergehend in einen (gedachten) Keller unter das Kartenbild gelegt. (Abb. 12).

Tote Karten

sind Karten, die in der ausgewählten Patience nicht mitspielen.

Paare

heißen 2 Karten von gleicher Farbe oder von gleichem Wert.

 


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